Finanzspritze aus Brüssel: Rund 764.000 Euro ELER-Förderung für die Dorferneuerung in Arnshausen

BAD KISSINGEN / ARNSHAUSEN – Zukunftsweisender Meilenstein für den Bad Kissinger Stadtteil Arnshausen: Für die umfassende Neugestaltung der historischen Altortstraßen fließen Fördermittel in Höhe von exakt 764.219,47 Euro in die Gemeinde. Die Summe stammt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Den offiziellen Zuwendungsbescheid übergab Jürgen Eisentraut, Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Unterfranken, im Mai 2026 an Bad Kissingens Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel.
Der ELER-Fonds ist ein Gemeinschaftsprogramm der Europäischen Union, des Bundes und der Länder. Er zielt gezielt darauf ab, die Lebensqualität in ländlichen Regionen nachhaltig zu stärken, historische Ortskerne optisch wie funktionell aufzuwerten und die Infrastruktur fit für die Zukunft zu machen.
Mehr Lebensqualität und Erhalt des historischen Charmes

Die Freude über den warmen Geldregen ist im Bad Kissinger Rathaus groß. Oberbürgermeister Dr. Dirk Vogel hob bei der Bescheidsübergabe die enorme Bedeutung der anstehenden Baumaßnahmen für die Dorfgemeinschaft hervor:

„Die Erneuerung und Neugestaltung der Altortstraßen ist wichtig für Arnshausen. Wir werden die Aufenthaltsqualität verbessern, die Verkehrssicherheit erhöhen und gleichzeitig den historischen Charakter des Ortskerns bewahren.“
– Dr. Dirk Vogel, Oberbürgermeister
Ein besonderer Dank des Rathauschefs ging an die Mitglieder der lokalen Teilnehmergemeinschaft, die sich bereits seit Jahren ehrenamtlich und mit viel Herzblut für dieses Großprojekt starkmachen.
Baubeginn für 2027 geplant: Straßen und Kanäle werden runderneuert
Die Straßensanierung ist ein Kernstück des bereits Ende 2021 offiziell angeordneten Dorferneuerungsverfahrens „Arnshausen 3“. Im März 2022 wurde daraufhin die Teilnehmergemeinschaft Arnshausen ins Leben gerufen. Deren gewählter Vorstand koordiniert seither in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung Bad Kissingen und den Fachplanern des ALE Unterfranken die einzelnen Projektschritte.
Das Konzept sieht eine gestalterische Rundumerneuerung vor:
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Ortsbild: Straßen, zentrale Plätze und öffentliche Freiflächen im historischen Dorfkern werden optisch ansprechend und barrierefrei umgestaltet.
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Infrastruktur: Die Gunst der Stunde wird genutzt, um auch unter der Erde Tabula rasa zu machen. Parallel zu den oberirdischen Arbeiten wird die Stadt Bad Kissingen das komplette Kanalnetz sowie – wo nötig – alle weiteren maroden Versorgungsleitungen im Untergrund erneuern.
Nach dem aktuellen Planungsstand und dem nun vorliegenden Förderbescheid sollen die Bagger im Jahr 2027 für den offiziellen Baubeginn anrollen.

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