Nach Wildunfall – Fehlende Absicherung führt zu Folgeunfällen in Mellrichstadt
MELLRICHSTADT – Ein Wildunfall auf der Staatsstraße 2445 hat am Donnerstagmorgen weitreichende Konsequenzen für einen 61-jährigen Autofahrer nach sich gezogen. Der Mann war gegen 05:45 Uhr zwischen Henneberg und Eußenhausen mit einem Wildschwein kollidiert, wobei das Tier auf der Fahrbahn verendete. Anstatt die Unfallstelle vorschriftsmäßig abzusichern, verließ der Fahrer den Ort, um den Vorfall bei der Polizei zu melden.
In der Zwischenzeit konnten mehrere nachfolgende Fahrzeuge dem toten Tier nicht mehr ausweichen und prallten ebenfalls gegen den Kadaver. Dabei entstand an den beteiligten Autos teilweise erheblicher Sachschaden. Die Polizei betont in diesem Zusammenhang, dass die Absicherung einer Gefahrenstelle nach einem Wildunfall oberste Priorität hat, um Folgeunfälle und eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu vermeiden.
Gegen den 61-Jährigen wurde nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Die Beamten weisen darauf hin, dass bei einem Wildunfall umgehend die Warnblinkanlage eingeschaltet, die Warnweste angelegt und das Warndreieck aufgestellt werden muss, bevor die Meldung an die Polizei oder den Jagdpächter erfolgt. Nur durch ein besonnenes Verhalten am Unfallort lässt sich die Sicherheit für den nachfolgenden Verkehr gewährleisten.
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